Bericht vom Heartbeat am 10. Dezember 2006
Der fünfzehnte Heartbeat fand kurz vor Weihnachten zum Thema „Die Lust an der Lust“ statt. Die Gäste wurden wie gewohnt herzlich begrüßt – diesmal in Form von Gummiherzen.
Der Gottesdienst startete mit einer Lichtshow während das Lied „I was made for loving you“ erklang.
Christhard führte durch den Gottesdienst und las einige Sprüche zum Thema des Abends vor, darunter: „Liebe ist der Versuch der Natur, den Verstand aus dem Weg zu räumen.“ Oder: „Was auch immer du tust, du wirst es bereuen.“ So soll Sokrates auf die Frage geantwortet haben, ob man heiraten solle oder nicht.
Referent des Abends war Bernhard Kuhl, Leiter der Biblischen Seelsorge und Lebensberatung (BSL) in Mücke-Flensungen.
Anstatt eines eigenen Anspiels wurde ein Video mit dem Titel „Einer der Christ werden will – Wie man sich bettet, so liegt man“ eingespielt.
Bernhard Kuhl leitete seine Predigt mit der Aussage ein, es herrsche sowohl bei Nichtchristen als auch in christlichen Gemeinden die Meinung, dass Christen keinen Sex haben (sollten). Durch das Papst- und Priestertum der katholischen Kirche sei dieses Thema besonders tabuisiert worden. Außerdem würden sexuelle Sünden stärker gewertet als andere.
Bernhard zeigte in einem kurzen Abriss, wie es zu dieser „christlichen Verklemmung“ kam.
Die Aussagen Sigmund Freuds und Wilhelm Reichs, der Kinsey-Report und die Anti-Baby-Pille in den 60er Jahren, Oswalt Kolle und Beate Uhse führten zum Überschreiten aller moralischen Grenzen. Die andere Seite dieser „Freiheit“ werde jedoch meistens vergessen: Frauenhandel, Kinderpornographie, Missbrauch, steigende Scheidungsrate.
Bernhard stellte dar, wie es sich Gott der Schöpfer gedacht hat:
1. Er schuf den Menschen nach seinem Bilde
2. Er schuf sie als Mann und Frau
3. Er gab ihnen den Auftrag: seid fruchtbar und mehret euch
Daraus ergebe sich für den Menschen:
1. Wir tragen Verantwortung vor Gott und dem Menschen
2. Wir müssen Beziehungen umfassend gestalten lernen
3. Sex soll im geschützten Raum der Ehe gelebt werden
Der zweite Schöpfungsbericht sagt weiter:
4. Gott schafft dem Menschen eine Gehilfin (dieses Wort wird im Urtext sonst nur für Gott gebraucht!)
5. Gott erschafft sie aus der Rippe (in der Nähe des Herzens!)
Für den Menschen bedeute dies, dass er warten können müsse und dass das Vertrauen zueinander immer wieder aufgebaut werden müsse.
Sehr anschaulich zeigte Bernhard, was mit der Aussage: „Sie werden ein Fleisch sein“ gemeint ist. Er klebte zwei Blatt Papier aneinander: beide verschenken sich an den anderen und beim Auseinanderreißen bleiben auf beiden Seiten Verletzungen zurück.
Gott hat sich die Beziehung zwischen Mann und Frau nicht nur physisch, sondern personal gedacht. Die Beschränkung auf die körperliche Seite wird schnell zur Belastung. Bernhards Fazit lautete: In der Summe liegt das Glück!mp3-Dateien zum Anhören/Herunterladen.
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