Lasst euch erfrischen... PDF Drucken

Lasst euch erfrischen ...

Wenn Dinge zwischen uns stehen - Ehe zwischen Nähe und Distanz.
Bernhard Kuhl, der Referent des Abends, ist in der biblischen Seelsorgeberatung tätig und konnte viele interessante Beispiele aus diesem Bereich geben.
Zuerst gab es eine kleine Aufgabe: Jedes Ehepaar durfte positive und negative Begriffe suchen und aufschreiben, oder sich auch nur darüber unterhalten: Was steht zwischen uns! „Zwischen“ beschreibt den Begegnungsraum von zwei Menschen und besteht aus „Nähe“ und „Distanz“. Schon allein dieser Austausch innerhalb der einzelnen Paare war interessant.
Das Referat beleuchtete dann die verschiedensten Ebenen einer Partnerschaft. Vieles gilt natürlich auch für das Miteinander in einer Gemeinde.
1. Das große Geheimnis des „Zwischen“ in einer Partnerschaft.
1.1. Gott als verbindendes Glied zwischen uns (im Begegnungsraum).

Gott als Quelle der erneuernden Liebe zueinander.
Ist Gott der verbindende Partner?
Gott als Richter zwischen uns (Rechtsraum).
Gott als Hüter des Rechts im Miteinander.
Bei bösen Gedanken Gott in diesen Raum stellen und ihm die Sache überlassen.
Gott als trennendes Glied zwischen uns (Schutzraum).
Gott als persönlicher Herr im Raum der Fremdheit.
Gott als Schutzwall um die Partner nach außen, aber auch Schutz im Raum der persönlichen Gottes- beziehung.
Wenn ich klar erkenne, welches meine Aufgabe ist, dann kann und darf sich Gott auch zwischen mich und meinen Partner stellen, damit ich diese Aufgabe in rechter Weise erfülle.
 

2. Das rechte Verhältnis von Nähe und Distanz in der Ehe.
2.1. Wir sollen Menschen mit Konturen sein.

Nur wer sich wahrnimmt, kann sich ernst nehmen.

2.2. Wir dürfen Menschen mit Grenzen sein.

Bei diesem Punkt referierte Bernhard Kuhl über die Dyade = Zweiergruppe

 

 

 

 

Wie nahe kann man sich in einer Paarbeziehung kommen, ohne sich einzuengen.
Dyadische Verschmelzung: Dieses Paar braucht niemand anderen, ist nur auf sich fixiert. Das ist meist so bei jungverliebten Paaren.
Dyadische Abgrenzung: Bei diesem Paar gehen alle Aktivitäten nach außen. Es gibt wenige Gemeinsamkeiten.
Wir haben als Paar einen Eigenwert. Ich innerhalb des Paares habe einen Eigenwert.
Die dritte und bessere Möglichkeit ist: Das Paar grenzt sich klar nach außen ab und kann von diesem Rückhalt seine Aktivitäten nach außen erfüllen.

2.3. Wir dürfen aus Konflikten lernen

Wie begegnen wir Konflikten? Stellen wir uns ihnen? Weichen wir ihnen aus? Flüchten wir in neue Betätigungsfelder?
Bernhard Kuhl zeigte uns auch auf, was ein gesellschaftlich anerkannter Ehebruch ist:
viele (Männer) flüchten sich in den Beruf (und distanzieren sich damit vom Partner).
viele (Frauen) gehen ganz in ihrer Familie und der Kindererziehung auf (und entziehen sich damit dem Partner).
oder auch die Gemeinde / das Hobby können Ehekiller sein.

3. Was Paare tun können:

Lerne deine Bedürfnisse und Grenzen kennen! Lerne Grenzen setzen = Arbeit am ICH
Besprecht eure Bedürfnisse mit Grenzen! Lernt eure Bedürfnisse zu sagen und zu verstehen =
Arbeit am DU
Betont Gemeinsamkeiten und plant sie ein! Pflegt eure Ehe, statt von einer „glücklichen Ehe“ zu träumen =
Arbeit am WIR
Der Referent gab zum Schluss noch eine Aufgabe mit auf den Weg:
Wie sieht es in unserer Beziehung mit dem Eigenwert als Paar aus? Grenzen wir uns als Paar klar von jeder anderen Partnerbeziehung ab? Wir als Paar haben einen Eigenwert.
Wie sieht es in unserer Beziehung mit dem individuellen Eigenwert aus? Geben wir uns in unserer Unterschiedlichkeit frei, um auch individuelle Kontakte zu pflegen? Ich innerhalb des Paares habe einen Eigenwert.

Quelle: Ev.Chrischonagemeinde Hüttenberg

 

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