Stabwechsel

Quelle:www.ead.de

Chrischona-Gemeinschaftswerk: Stabwechsel von Geiss zu Müller

Pietist mahnt: Nicht „gnadenlos fromm“ sein

Linden (idea) – Leitungswechsel bei einem der größten Gemeinschaftsverbände
in Deutschland – dem Chrischona-Gemeinschaftswerk.

Der neue hauptamtliche Vorsitzende, Wieland Müller (Gießen), wurde am 21. Januar
in Linden bei Gießen in sein Amt eingeführt. Der 43-Jährige, der von 2002 bis 2011
Jugendpastor in Johannesburg (Südafrika) war, ist Nachfolger von Inspektor Rainer Geiss
(Friedrichsdorf bei Frankfurt am Main). Der 64-jährige Pastor hatte das Amt seit 1998 inne
und tritt in den Ruhestand. An der Feier anlässlich des Stabwechsels nahmen rund 550 Gäste teil.
Vertreter von Kirche und Pietismus würdigten die Arbeit von Geiss. Er sei in seinem Dienst für viele
Menschen „ein Helfer, Ermutiger und Tröster“ gewesen, sagte der Generalsekretär des
Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften),
Theo Schneider (Kassel). Die Ansprechpartnerin für Gemeinschaftsverbände in der hessen-nassauischen
Kirche, Pröpstin Annegret Puttkammer (Herborn), dankte Geiss für alles, was er auch für die Kirche
getan habe. Sie wünsche sich, dass beide Seiten weiter das „geschwisterliche Miteinander und das
offene Wort“ pflegten und füreinander beteten. Geiss äußerte die Hoffnung, dass „Chrischona“
eine Bewegung bleibe, die Gnade und Barmherzigkeit Raum gebe. Während seiner Amtszeit seien
ihm etliche „rechtgläubige Scharfrichter und Kreuzritter“ sowie „gnadenlos fromme“ Christen begegnet:
„Das ist nicht Chrischona.“ Über sich selbst sagte Geiss selbstkritisch: „Ich wollte immer ein
Förderer sein, aber bin so oft ein Forderer geworden.“


Neuer Vorsitzender: Chrischona ist eine „Jesus-Bewegung“

Sein Nachfolger Müller rief die Chrischona-Mitglieder auf, für Gott verfügbar zu sein:
„Wir wollen dafür eintreten, dass sein Reich wächst.“ Chrischona sei eine „Jesus-Bewegung“,
die lerne, diene und missionarisch sei. Müller – gelernter Werkzeugmacher – war 1991 der
erste Christ aus dem Osten Deutschlands, der am Theologischen Seminar St. Chrischona (Bettingen bei Basel)
studierte. Von 1995 bis 1997 war er Prediger in Butzbach und danach bis zu seinem Wechsel nach Südafrika
überregionaler Jugendreferent. Das Chrischona-Gemeinschaftswerk umfasst 69 Gemeinden in
Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. In ihnen versammeln sich mehr
als 6.300 Mitglieder und regelmäßige Besucher. Das Gemeinschaftswerk ist Teil der Pilgermission St. Chrischona
mit Sitz in Bettingen bei Basel. Sie umfasst insgesamt rund 200 Gemeinden in der Schweiz, Deutschland,
Frankreich, Luxemburg und im südlichen Afrika. Sie haben rund 20.000 Mitglieder und regelmäßige Besucher.
Direktor der Pilgermission St. Chrischona ist Markus Müller.
In der Schweiz bilden die Chrischona-Gemeinden eine Freikirche, in Deutschland arbeiten sie meist innerhalb der Landeskirchen

 

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